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Historische Kino-Aufnahmen und Kinotechnik
Ich hatte es mit Pattex schon durchgesprochen... wir wollten hier einen Thread zum Thema "KINO-TECHNIK" erstellen. Eigentlich sollte mein Beitrag dazu gestern schon im Netboard veröffentlich werden. Leider bin ich mit dem Artikel noch nicht fertig geworden.
Kurze Frage: besteht überhaupt Interesse an diesem Thema?
Einen ersten Eindruck zum Thema Kino-Technik könnt ihr euch in unserem Partnerforum LOMOCOLOR FOTO-FORUM verschaffen.
Beschreibung:
Vorführraum Apollo mit Turmsystem vor ca. 25 Jahren. Seinerzeit neben verschiedenen anderen Kinos in Lippstadt, Hamm, Arnsberg und Soest betrieben von den Filmtheaterbetrieben H. Nieuwdorp.
Beschreibung:
Bild 1 zeigt die Endlos-Tellereinrichtung ST 2000
"Die Endlos-Tellereinrichtung ST 2000 K wurde für Standard-projektionen in Filmtheatern und Spezialanwendungen in Themenparks, Simulatoren-Rides und Messen konzipiert, wenn eine absolut sichere und vollautomatische Dauer- oder Kurzintervallprojektion ohne erneutes Einlegen des Filmes in den Projektor gewünscht wird." Aus der Produktbeschreibung der Firma KINOTON.
Beschreibung:
Bild 2 zeigt den Spezialprojektor SP 75 E - Dome
"Dieser Projektortyp wurde speziell für die extremen Anforderungen der DOME-Projektion in Halb- oder Vollkuppeln in Planetarien oder Themenparks bzw. Simulatoren entwickelt.
Das elektronische und flexible Antriebskonzept garantiert in jeder Hinsicht eine perfekte und optimale Projektionsqualität bei allen Formaten." Aus der Produktbeschreibung der Firma Kinoton.
EDIT: Ihr habt selbst Fotomaterial zum Thema Kino oder eine interessante Geschichte beizusteuern?
Dann nichts wie her mit euren Fotos und Beiträgen!
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Zitat:
Original von pattex
Ich finde das Thema interessant. Vorallem deine Bilder, die du eingescannt haben sehen gut aus. Davon würde ich gerne noch mehr sehen
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KINO und Kinotechnik: Fotos von Vorführräumen und Kinosälen
Okay... dann kommt hier die erste "historische" Aufnahme...
Das Bild wurde vor gut 20 Jahren von mir mit einer analogen NIKON FE aufgenommen. Analog... na klar! Damals gab`s ja noch keine Digital-Fotografie...
Auch Internet war noch kein Thema...
Als ich das Foto gemacht habe, habe ich mir auch nie träumen lassen dass es mal in einem sogenannten Forum öffentlich zu sehen sein würde. Und das Netboard gab`s natürlich auch noch nicht.
Der freundliche Herr, der dort gerade gegen die extrem trockene Luft eines Vorführraumes tapfer ankämpft, ist mein alter Schulfreund und späterer Kollege D. von Rüden.
Zu D.v.R.: ich bin mit ihm zur Schule gegangen und wir beide haben seinerzeit in Lippstadt den ersten Filmclub gegründet.
Die Gründung des Filmclubs entstand aufgrund einer Anregung meines damaligen Deutschlehrers Jörg Erdmann. J.E. war gerade nach 18-jährigem Aufenthalt in den USA nach Deutschland zurückgekehrt und hatte aus Amerika für unsere spießigen Kleinstadtverhältnisse ziemlich revolutionäre Lehrmethoden mitgebracht.
Zum einen behandelte er mit uns im Unterricht den "Medienpapst" Marschall Mc Luhan ("The Global Village"), der in seinen Büchern vieles von dem, was uns heute bekannt ist (vernetztes Denken und Handeln), visionär voraus gesehen hat.
Erdmann war es auch, der uns Schüler ermunterte, eigene Filme zu drehen. Zuerst auf Super 8, einem sehr kleinen Filmformat, das damals bei den etwas begüterteren Familienpapas zum guten Ton gehörte...
Später dann bekamen wir von ihm die "Hausaufgabe", die Firma SONY anzuschreiben und sie darum zu bitten, uns einen der ersten sogenannten Camcorder auszuleihen. Diese ersten elektronischen Kameras waren riesengroß und sauschwer. Sie besaßen natürlich noch keinen Chip sondern arbeiteten mit jeweils 3 Röhren.
Diese Kameras machten grauenhafte Bilder! Entsetzliche Farben und jeder noch so kleine Lichtpunkt, der seinen Weg in die Linse fand, gab ein wahres Feuerwerk an Farbschlieren.
Die Freaks unter uns waren begeistert... besonders diejenigen, die verschiedenen bio-chemischen Experimenten nicht abgeneigt waren...
Sony erklärte sich tatsächlich bereit, uns so ein Exemplar für mehrere Wochen auszuleihen! Kostenlos! Und diese Geräte waren damals schweineteuer!
Die Kamera hatte eine zweite Riesentasche, in der sich der Akku befand. Diese Akku-Tasche musste von einem weiteren Schüler bei den Aufnahmen ständig neben dem "Kameramann" mitgeschlürt werden.
Diese verantwortungsvolle Aufgabe haben wir besonders gerne den Mitschülern überantwortet, die einen nie abschreiben liessen...
Aber ich schwenke ja in eine ganz andere Geschichte ab... zu der Sony-Geschichte erzähle ich vielleicht später noch mal etwas.
Jedenfalls gründeten wir den Filmclub und führten in den ersten Monaten auf einem Siemens 2000 Projektor 16mm Schmalfilme in der Aula der Schule vor.
Dieser Siemens 2000 war ein Monster! E r war grün, er war laut und er ernährte sich von unschuldigen 16 mm Schmalfilmen.
Kurz: er war technisch gesehen eher ein Filmhäcksler als ein Projektor.
Aber da lernte man, wie man mit Filmrissen umgeht...
Ooops... die Story wird lang. Daher erstmal Pause und ein Bild. In den nächsten Postings geht`s dann weiter: vom Filmclub zum Kino und was wurde aus D.v.R.?
Bild 1: Vorführraum des Gloria Kinos. Vorführer: D.v.R., im Hintergrund eine Bosch-Bauer, die von einem Tellersystem beliefert wird.
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Fotografie: Historische Kino-Aufnahmen und Kinotechnik
Zitat:
Original von pattex
Wie nicht anders erwartet ein klasse Artikel
Ich schätze, die Firma sony würde heute nicht einfach eine Kamera zum testen bereitstellen.
Hm... weiss nur nicht, ob sich das Thema für dieses Forum eignet...
das Interesse scheint nicht sonderlich groß zu sein.
Für den Artikel habe ich einige Stunden benötigt (Foto-Bearbeitung).
Vielleicht mache ich mal eine eigene Seite zum Thema Kino. Ein Foto-Blog oder ähnliches. Oder ich baue eine Authorware-Anwendung daraus. Mal sehen...
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Fotografie: Historische Kino-Aufnahmen und Kinotechnik
Habe momentan keine Zeit, diesen Thread mit weiteren Texten zu ergänzen. Deshalb...
gibt's heute nur 2 weitere Fotos "aus alten Zeiten".
Bild 1: Vorführraum des ehemaligen Nordstern-Kinos in Lippstadt. Dieses Kino gibt es leider nicht mehr. Es wurde inzwischen zu einer Kirche umfunktioniert... yo... sowas gibt's tatsächlich auch...
Bild 2: ein damaliger Kollege von mir (Filmvorführer: Nordstern Kino Lippstadt)
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Historische Kino-Aufnahmen und Kinotechnik
Bild 3: Vorführraum des Burgtheater in Soest.
Foto zeigt den damaligen Filmvorführer am Schneidetisch beim Zusammenstellen der Akte. (ein Film mit durchschnittlicher Spielfilmlänge von ca. 90 Minuten besteht aus 5 Akten (auf Holzkern oder Kunststoffkern aufgespulten Filmen), die hier zusammengeklebt werden.
SunSonic hat dieses Bild (verkleinerte Version) angehängt:
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Bild 4: Cinema-Studio Kino in Lippstadt - Vorführraum (mein ehemaliger Arbeitsplatz)
Blick vom Filmteller Richtung Foyer. Der Vorführraum der Kinos ist hinter Glas. So langweilen sich die Besucher nicht, wenn sie auf die nächste Vorstellung warten.
Alle Fotos aufgenommen mit der NIKON FE und 17 mm WW auf KODAK TRI X, im eigenen Fotolabor vergrößert. (die Aufnahmen wurden vor ca. 23 Jahren gemacht!)
SunSonic hat dieses Bild (verkleinerte Version) angehängt:
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Kinopionier Eadweard Muybridge
Ca. 123 Jahre alt sind die Originalbilder, die ich hier für eine Animation verwendet habe.
Natürlich bin ich nicht im Besitz der Original-Platten! Ich habe die Animation aus einem Scan der Einzelbilder erstellt.
Die Bilder entstammen dem Buch "Der Weg des Films" von Friedrich von Zglinicki.
--- Friedrich von Zglinickis DER WEG DES FILMS - erschienen 1979 - Olms Presse - Hildesheim-New York ---
Eardweard Muybridge, der zwar nicht als Erfinder des Kinos gilt aber als sein "Großvater", hat diese Bewegungsstudie, bestehend aus 20 photographischen Aufnahmen ca. 1882 angefertigt.
Bewegungsstudie: Eadweard Muybridge:
Eadweard Muybridge (1830 - 1904)
Angefertigt als Kontaktabzug einer photographischen Originalplatte des Kinopioniers gelten diese Aufnahmen von Bewegungsabläufen als Vorläufer der Kinematographie.
Mich hat es einfach gereizt, diesen Bildern wieder "Leben einzuhauchen" und aus ihnen mittels Computereinsatz eine Animation zu erstellen.
Muybridge hat zu Lebzeiten tausende dieser Bewegungsstudien angefertigt. Sie dienten allerdings nicht der Publikumsunterhaltung sondern wurden zu wissenschaftlichen Zwecken angefertigt um wichtige bewegungstechnische Erkenntnisse zu vermitteln.
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Ferdinand Althoff`s Kinematographenzelt
Ein Bild aus den Anfangstagen des Kinos.
Ab 1905, es gab noch kaum feststehende Kinos, wechselte der Zirkusunternehmer Ferdinand Althoff von der Manege zum Kino.
Mit seinem Kinematographenzelt bereiste Althoff Europa und zeigte die ersten Spielfilme von Pathe und Gaumont.
Bild: Kinematographenzelt von Ferdinand Althoff, um 1905